Die Erkrankung „Demenz“ ist keine Seltenheit – insgesamt leiden alleine in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen darunter. Ist die Diagnose gesichert, stehen Betroffene und Familienangehörige erstmal vor vielen Fragestellungen, die wir in diesem und unseren nächsten Blogartikeln ausführlich beantworten werden.
Kann das erkrankte Familienmitglied zuhause wohnen bleiben?
Die erste Frage, die sich häufig stellt, ist, ob das betroffene Familienmitglied in der eigenen Wohnung bleiben kann. Schließlich sollen das liebgewonnene Zuhause und die gewohnte Umgebung so lange wie möglich erhalten bleiben – das ist der größte Wunsch vieler älterer Menschen.
Ob und wie lange das erkrankte Familienmitglied in den eigenen vier Wänden bleiben kann, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten sondern hängt unter anderem davon ab, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist.
Die Demenzerkrankung weist verschiedene Stadien auf – befindet sich die Krankheit in einem frühen oder mittleren Stadium, so ist die Bewältigung des Alltags, mit regelmäßiger Unterstützung der Familie oder eines ambulanten Pflegedienstes, häufig noch gut möglich.
Trotzdem sollten die Familienangehörigen auch schon im Anfangsstadium der Demenzerkrankung, zusammen mit dem erkrankten Familienmitglied, entscheiden, wo es bei fortschreitender Krankheit am besten aufgehoben ist und wer langfristig die Pflege und Betreuung übernehmen kann.
Übernehmen Angehörige die Pflege und Betreuung?
Aus Liebe entscheiden sich viele Familien dafür, die erkrankte Person bei sich aufzunehmen und sie zu pflegen.
Fakt ist: Neben der Versorgung der eigenen Familie, dem Job und vielen weiteren Verpflichtungen kann das Pflegen eines Familienangehörigen zu einer wahren Herausforderung werden. Eine Entscheidung, die also gut durchdacht sein will.
Welche Alternativen gibt es?
Sind die Pflege und Betreuung nur zeitweise oder gar nicht möglich, gibt es verschiedene sinnvolle Alternativen.
So gibt es beispielsweise Tagespflegeangebote, wie unsere Grüne Oase. Hier werden ältere pflegebedürftige und auch demenzerkrankte Personen werktags qualifiziert betreut und beschäftigt. Das bringt nicht nur Abwechslung in den Alltag der Tagespflegegäste sondern sorgt auch dafür, dass soziale Kontakte erhalten bleiben. Gleichzeitig werden die pflegenden Angehörigen stundenweise entlastet und können z.B. ihrer eigene Seele etwas Gutes tun.
Die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege oder der Urlaubs- und Verhinderungspflege sind ebenfalls tolle Alternativen. Diese kann für maximal 28 Tage pro Jahr in einer vollstationären Einrichtung, wie in unseren Häusern der PAW stattfinden.
Kann eine häusliche Pflege nicht gewährleistet werden oder reicht die Kurzzeitpflege nicht aus, kann die Inanspruchnahme der Langzeitpflege eine sinnvolle Alternative sein.
In unserem nächsten Blogartikel geben wir Ihnen nützliche Alltags-Tipps für Betroffene und Angehörige von Demenzerkrankten.