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Das Neue Begutachtungsassessment

Diagnose “Demenz” – Tipps für die Alltagsbewältigung (3)

Wird bei einem Familienmitglied “Demenz” diagnostiziert, stehen viele Veränderungen bevor – gerade was die Bewältigung des Alltags angeht:

Demenziell erkrankte Menschen bedürfen, mit Fortschreiten der Krankheit, einer umfassenden Betreuung und Pflege. In unserem vorigen Blogartikel haben wir aufgezeigt, welche Möglichkeiten in einem solchen Fall bestehen – von der Pflege zu Hause bis hin zur Inanspruchnahme einer Tagespflegeeinrichtung, wie unsere „Grüne Oase,“ oder einer vollstationären Einrichtung.

Wer ein demenziell erkranktes Familienmitglied zuhause pflegt, der zählt zu seinen Hauptaufgaben die Alltagsorganisation.

Unterstützung bei der Körperpflege gehört ebenso dazu, wie die sinnvolle Strukturierung des Alltags mit Aufgaben, die den Geist fordern und fördern. Aber auch die regelmäßige Zubereitung von Mahlzeiten, die Erledigung von Einkäufen, Arztbesuchen und Behördengängen sind wesentliche Aspekte der Tagesgestaltung.

Nicht immer läuft der Alltag dabei spannungsfrei ab – schließlich wollen demenzerkrankte Menschen so lange wie möglich selbstständig und nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein. Eine falsche Einschätzung der Situation bzw. der eigenen Selbständigkeit kann jedoch Folgen, wie beispielsweise Unfälle im Haushalt, nach sich ziehen.

Vermeiden: Unfälle in der Wohnung

Um das Unfallrisiko in der Wohnung des Demenzerkrankter zu minimieren, haben wir im Folgenden einige Tipps:

  • Entfernen Sie potentielles Stolperfallen in der Wohnung. Dazu gehören Läufer, kleine und rutschige Teppiche oder Kleinmöbel, die womöglich im Weg rumstehen.
  • Eine altersgerecht eingerichtete Wohnung erleichtert den Alltag der erkrankten Person ungemein. Bringen Sie Haltegriffe im Bad, an Treppengeländern sowie nach Bedarf auch in anderen Räumen an.
  • Fenster, Balkone und Geländer stellen ebenfalls eine mögliche Unfallquelle da und sind daher zu sichern. Das Anbringen von kleinen Geländern oder Gittertüren bietet sich hierfür an.
  • Feuerzeuge, Streichhölzer und Co. sind aus dem Haushalt zu verbannen. Raucht die demenzerkrankte Person stellt das ein potentielles Risiko dar, falls Aschenbecher und Papierkorb miteinander verwechselt werden oder die Zigarette glühend in der Wohnung abgelegt und vergessen wird.
  • Medikamente sollten in vorgefertigten Dosen bereitliegen – hierfür gibt es spezielle Plastikkästchen, mit Angabe der Wochentage. Andere Medikamente sind nicht frei zugänglich zu lagern, denn demenziell erkrankte Menschen können sich oftmals nicht daran erinnern, ob sie ihre Medikamente schon eingenommen haben oder nicht.
  • Elektrogeräte sind ebenfalls zu sichern oder, wenn das nicht möglich ist, wegzuräumen. Dazu zählt zum Beispiel das Bügeleisen das, in Betrieb genommen und vergessen, einen Wohnungsbrand auslösen könnte. Küchenherde lassen sich mit einer Abschaltautomatik sicherer gestalten. Zeitschaltuhren und Feuermelder sind, um den Alltag abzusichern, ebenfalls wertvolle Helfer.
  • Eine ausreichende Beleuchtung in allen Räumen sowie das Anbringen von Nachtlichtern sind ebenfalls hervorragende Möglichkeiten zur Unfallprävention.
  • Die Anpassung der Betthöhe stellt auch eine sinnvolle Maßnahme dar.
  • Mit einer Klingel, die für Notfälle immer griffbereit ist, können im Notfall Familienmitglieder oder Nachbarn verständigt werden.
  • Je nach Fortschritt der Krankheit sollte das Autofahren für Demenzerkrankte tabu sein und dementsprechend, falls vorhanden, der Autoschlüssel aus der Wohnung entfernt werden.

Fazit: Demenz – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Überprüfen Sie die Wohnung der demenziell erkrankten Person im Detail auf mögliche Gefahrenquellen, um das Unfallrisiko zu minimieren. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass das Familienmitglied so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen und mit Ihrer Unterstützung selbständig leben kann.

Unfälle und Stürze in der Wohnung können nicht immer vermieden werden – dennoch lässt sich das Sturzrisiko erheblich minimieren. In unserem nächsten Blogartikel schließen wir an dieses Thema an und geben Ihnen wertvolle Tipps an die Hand, sodass Sie Ihrem erkrankten Familienmitglied die größtmögliche Unabhängigkeit im Alter bieten können.

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Haus an den Schwarzweihern

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