Corona-Virus: Darauf sollten Senioren und Angehörige jetzt achten

27. März 2020
Diakonissenhaus am Stadtpark

Das Corona-Virus hält derzeit die ganze Welt in Atem und sorgt insbesondere bei Senioren und pflegenden Angehörigen für Unsicherheit.
Obwohl noch nicht alles über das neuartige Virus bekannt ist, zeigte sich in den vergangenen Wochen: Senioren gelten als die Personengruppe, die am meisten gefährdet zu sein scheint.
Im Folgenden haben wir die wichtigsten Informationen und Tipps für Senioren und Angehörige zusammengefasst.

Welche Risiken birgt das Corona-Virus für ältere Menschen?
Ab etwa 50 Jahren sinkt die Abwehrkraft des Immunsystems – der Körper ist also weniger gut dazu in der Lage, Viren zu bekämpfen. Liegen zudem Vorerkrankungen vor, steigt das Risiko, dass das Corona-Virus einen schwereren Verlauf nimmt.

Gefährdet sind Senioren, wenn sie zu den folgenden Personengruppen zählen:

• Personen, eine Organtransplantation hinter sich haben und Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung verhindern sollen – diese reduzieren die Abwehrkraft.
• Menschen mit chronischen Krankheiten, die insbesondere die Atemwege betreffen.
• Diabetes-Patienten und
• Menschen mit Nierenschwächen.

Wie können sich Risikopatienten schützen?
Ein gut funktionierendes Immunsystem ist wichtig, um Viren aller Art abzuwehren – dazu zählt auch das Corona-Virus. Im Prinzip gelten aktuell also die Verhaltensweisen, die auch sonst zur Stärkung des Immunsystems dienen:

• Ausreichend schlafen,
• Auf ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung achten,
• Räume häufig lüften,
• Auf ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute achten (z. B. durch Inhalieren oder Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen),
• Regelmäßig leichte Bewegung bzw. Spaziergänge an der frischen Luft (bitte beachten Sie die geltenden Regelungen der Bundesregierung bezüglich des Ausgangs).

Darüber hinaus spielt die Hygiene im Alltag eine wichtige Rolle:

• Hände sollten regelmäßig, für mindestens 30 Sekunden lang mit Seife gewaschen werden. Die Fingerzwischenräume und Nägel sollten dabei nicht zu kurz kommen.
• Möglichst nicht mit den Händen ins Gesicht fassen.
• In die Armbeuge husten und niesen.
• Benutzte Taschentücher sollten sofort entsorgt werden.
• Beim Einkaufen ist es empfehlenswert, den Wagen vor Benutzung zu desinfizieren.
• Mind. 1,5 Meter Abstand zu Menschen einhalten, die nicht im eigenen Haushalt wohnen, um Tröpfcheninfektionen zu vermeiden.

Ob sich Viren auch auf gelieferten Paketen oder eingekaufter Ware befinden bzw. übertragen werden können, ist nicht abschließend geklärt. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt Pakete einen Tag ungeöffnet stehen oder wischt sie ab – laut aktuellem Kenntnisstand ist ein Risiko dann nicht mehr vorhanden.

Nehmen Sie Abstand

• vom Händeschütteln,
• von täglichen Einkäufen (lieber direkt für eine ganze Woche einkaufen bzw. einkaufen lassen)
• von (Enkel-)Kindern (so schwer es fällt – verschieben Sie Besuche besser einige Zeit auf, bis die Lage im Griff ist).

Pflege von Angehörigen – Das ist jetzt wichtig
Pflegebedürftige benötigen – insbesondere in dieser schwierigen Zeit – Unterstützung von Angehörigen.
Wer seine Lieben zu Hause pflegt, sollte zu deren Schutz, unbedingt

• einen Mundschutz tragen und
• sich regelmäßig gründlich die Hände waschen und desinfizieren.

Leidet die Pflegeperson an Erkältungssymptomen ist zu prüfen, ob nicht ein anderes Familienmitglied vorübergehend die Pflege übernehmen kann oder ob ein temporärer Aufenthalt in einer Tagespflegeeinrichtung möglich ist.

Das Pflegepersonal in Tagespflegeeinrichtungen ist in Bezug auf die Hygiene geschult. Da sich die Ansteckungsgefahr mit der Menge an Personenkontakt erhöht, ist zu prüfen, ob der Angehörige vorerst zu Hause gepflegt werden kann – sofern das organisatorisch möglich ist.

Übrigens:
Unsere „Tagespflege Am Mozartbrunnen“ wurde präventiv am 19.03. geschlossen. Kurz danach haben wir die Auflage vom Gesundheitsamt Donnersbergkreis erhalten, die Einrichtung bis mindestens 19.04. geschlossen zu halten.

Die Einrichtungen der ÖSW (Grüne Oase und Hahnenbalz) sind weiterhin geöffnet. Insbesondere in der Tagespflege „Grüne Oase“ in Enkenbach-Alsenborn sind viele Menschen auf unser Angebot angewiesen, da zum Beispiel Angehörige in systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten und keine anderweitige Betreuung für ihre Angehörigen organisieren können.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Scheuen Sie nicht, uns anzusprechen – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bleiben Sie gesund!
Ihr PAW-Team

Quelle Beitragsbild: (c) photodune-1593346-virus-vs-immune-system-xs

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